Zurück zum Programm

Dotschy Reinhardt
Karten Reservieren
Do  11.03.2010, 19:30 Uhr

- Ort: Kino Traumstern; Gießener Str.15; 35423 Lich


[Bild Veranstaltung]

 


Eröffnung der 8. Licher Kulturtage
Konzert und Lesung

Dotschy Reinhardt ist der jüngste musikalische Spross aus der Familie des geniösen Jazz-Gitarristen Django Reinhardt. Ihre Musik fusioniert traditionellen Jazz, den lebhaften Gipsy-Swing im Stil des Hotclub de France, Bossa-Einflüsse und auch Elemente der populären Singer-Songwriter Bewegung.

Als Sängerin gilt Dotschy Reinhardt inzwischen als Rising Star in der deutschen Szene. Aufgrund ihres Debütalbums haben auch bereits zahlreiche Rundfunk- und Fernsehsender Porträts ausgestrahlt, u. a. 3SAT ("Swing & Talk"), Deutsche Welle TV ("Euromax"), Deutsche Welle Radio ("Jugendjournal"), RBB Kulturradio ("The Voice"), DeutschlandRadio ("Profile") Bayernradio 5 ("Kulturzeit"), RBB RadioMultikulti ("Meridian 13") und Radio Uckermarck ("Neue Stimmen").

Das N3-Fernsehen hat im Rahmen seines Kulturjournals am Montag, den 19. März 2007, ein Porträt von Dotschy Reinhardt und ihrer Musik unter dem Titel „Die deutsche Astrud Gilberto: Wie Dotschy Reinhardt den Bossa Nova revolutioniert“ gesendet.

Zur Zeit schreibt Dotschy Reinhardt ihre Biographie, die zur Frankfurter Buchmesse 2008 erscheinen wird.

"Du nennst Dich Sinto! Sinto, warum spielst Du nicht mehr? Du hast Deine Lieder, Deine Sprache vergessen, verlierst Deine Identität" so heißt es in einem der Songs aus Dotschy Reinhardts Feder. Wo geht die Reise des "fahrenden Volkes" hin im 21. Jahrhundert?

Zwischen der Nostalgie des Hot Club de France und der Gefahr, den eigenen Ton dem modernen Umfeld zu opfern, zwischen verniedlichter Lagerfeuerromantik und großartiger Jazz-Virtuosität bleibt scheinbar viel Platz für neue Identitäten. Doch um diese zu finden, braucht es Mut und Kreativität.

Auf dem Album "Sprinkled Eyes", ihrem Debüt, präsentiert uns Dotschy Reinhardt einen ganz eigenen, kühnen und doch so wunderbar intimen Entwurf davon, was es heißen kann, im 21. Jahrhundert Sinteza, eine Künstlerin des Sinti-Volkes zu sein. Reinhardt – diese Visitenkarte besitzt in der internationalen Musikszene einen unverwechselbaren Klang. Ist Segen und auch ein bisschen Fluch zugleich. Wie kann sich eine junge Frau, mit diesem großen Familiennamen ausgestattet, vom Übervater Django freischwimmen, ohne gegen sein Vermächtnis zu rebellieren?

Dazu bricht sie schließlich aus der süddeutschen Idylle ihrer Geburtsstadt Ravensburg aus: "In Berlin bin ich erwachsen geworden", reflektiert sie. "Mit dieser großen Stadt fertig zu werden, mit ihren vielen Widerständen, das hat mir Selbstvertrauen gegeben. Und durch die wunderbaren Musiker hier bekommt man das Gefühl von einer neuen Familie."

In der Wahlheimat findet Dotschy zu ihrer eigenen Sprache, zunächst über das Programm „Django The Composer“, das den Nestor der Sinti-Musik ganz neu beleuchtet. Schließlich formt sie ein multinationales Quintett um den langjährigen Geigerfreund Uli Bartel und ihren Lieblingspianisten Christian von der Goltz. Der russische Gitarrist Alexej Wagner, Scott White als kanadischer Bassist und Armando Chuh mit brasilianischem Temperament am Schlagwerk treten hinzu. Mit diesen Mitstreitern, die sich wie durch Magie im Studio auf Anhieb verstehen, bündelt sie alles, was in ihrem Ohr und Herzen seit Jugendzeiten wohnt.

Neben der Musik ist die Literatur für die junge Sängerin eine wichtige Inspirationsquelle. Ihre Leidenschaft für M. Proust, J. Cocteau, R. Radiguet, den Größen französischer Literatur, spiegelt Ihre Empfindsamkeit für die Poesie der alltäglichen Dinge wieder. Diese Sensibilität wird deutlich, wenn man Ihren lyrischen Texten Beachtung schenkt. Sie kennt jede Facette des "Young Man At The Bar", von dem einer Ihrer Songs handelt.

"Meine Musikstücke beinhalten nur Geschichten, welche ich in und mit mir trage, die Menschen, die darin vorkommen, sind Begegnungen des wirklichen Lebens. Ehrlichkeit ist eines der wichtigsten Elemente in meiner Musik. Man kann nicht über etwas erzählen, von dem man keine Ahnung hat. Das Songwriting hilft mir, mich in einer Form auszudrücken, wie es mir nur durch die Musik möglich ist. Diese Symbiose aus Text und Musik ist meine ganz persönliche Sprache.


"Dotschy Reinhardt: "Gypsy - Die Geschichte einer großen Sinti-Familie" (Autobiographie, Scherz Verlag)

Dotschy Reinhardt wächst mit der Musik von Django Reinhardt, dem bekanntesten Vertreter dieser großen Musikerdynastie, auf. Die junge Frau ist Sinteza, eine Angehörige des Zigeunerstammes der Sinti, der seit Jahrhunderten in Deutschland lebt und alle Höhen und Tiefen des Zusammenlebens ihres Volkes mit den Deutschen durchlitt. Heimat sucht Dotschys Familie aber nicht in einem Staat oder in einer Landschaft, sondern in der Welt der Musik, in der eigenen Überlieferung, in ihrer Geschichte, ihrer reichen Kultur. In sich selbst.

Von dieser Welt erzählt Dotschy ihren Lesern. Vom Universum der Zigeuner, wie es einmal war und wie es heute ist, gleich um die Ecke, unerkannt, irgendwo in Deutschland und überall sonst in Europa, wo einer diese große, schillernde Welt im Herzen trägt. Wo einer mit seiner Gitarre und seiner Stimme von dieser Welt erzählen kann, wie Dotschy in ihren Konzerten und in diesem Buch.

 
 
 
Im Rahmen der Licher Kulturtage 2010.

Kartenvorverkauf im Kino Traumstern
!
[Bild Künstler/in]
Hintergrund-Info  http://www.proton-berlin.de

Veranstalter: künstLich e. V. /Licher Kulturwerkstatt

Preis: 15 Euro  ermässigt 12 Euro

        


Partner
Kino-Traumstern Statt Giessen/Restaurant Savanne kultur.lich LAKS Hessen Portal