Das deutsche Volk – eine Filmvorführung (in Raum A)
Wetzlar und Hanau trennen Luftlinie ca. 55Km. Doch schaut man genauer hin, trennt sie mehr: eine Nacht des Schreckens und der Trauer.In der Nacht des 19. Februar 2020 erschießt ein Rassist neun junge Menschen in Hanau: Gökhan Gültekin, Sedat Gürbüz, Said Nesar Hashemi, Mercedes Kierpacz, Hamza Kurtović, Vili Viorel Păun, Fatih Saraçoğlu, Ferhat Unvar und Kaloyan Velkov. Zurück bleiben trauernde Familien und Überlebende, die nicht nur für die Ermordeten, sondern auch um Wahrheit und Gerechtigkeit kämpfen. Vier Jahre lang begleitet Regisseur Marcin Wierzchowski ihren unermüdlichen Widerstand gegen das Vergessen – und stellt die aktuell wieder drängende Frage: Wer gehört zu Deutschland und wer nicht?Das Gedenken an den rassistischen Anschlag von Hanau ist mehr als Erinnerung – es ist Mahnung und Auftrag zugleich. Der Mord an neun jungen Menschen aus rassistischen Motiven hat auf grausame Weise gezeigt, wohin Hass, Verschwörungsideologien und rechte Hetze führen können, wenn sie nicht entschieden bekämpft werden. Das Erstarken der extremen Rechten bedroht Menschenleben, spaltet unsere Gesellschaft und greift die Grundlagen unserer Demokratie an – auch auf kommunaler Ebene. Gerade deshalb kommt den Kommunalwahlen in Hessen eine besondere Bedeutung zu: In Städten und Gemeinden wird entschieden, ob Solidarität, Menschenwürde und demokratische Verantwortung gestärkt werden oder ob antidemokratische Kräfte weiter Raum gewinnen. Wer der Opfer von Hanau gedenkt, übernimmt Verantwortung für die Gegenwart – und dazu gehört auch, demokratische Strukturen vor Ort zu verteidigen und aktiv mitzugestalten.Der DGB Kreisverband Lahn-Dill lädt ein, am 19.02.2026 den Opfern und Hinterbliebenen des rassistischen Anschlags zu gedenken und im Anschluss an den Film über das Gesehene zu sprechen.Der Eintritt ist frei.Eine Reservierung erwünscht.Einlass 18:30, Start 19:00.
Eintrittspreis
Kein Eintritt