Freisler in Kassel - Aufstieg eines Schreibtischtäters

Tag der Veranstaltung:
Beginn:
16:00 Uhr
Ende:
17:30 Uhr
Einlass:
14:00 Uhr
Kategorie:
Kurs / Seminar / Workshop
Werkstatt Kassel e.V. Friedrich-Ebert-Straße 175 , 34119 Kassel

Ein dünnes Männlein mit Halbglatze und schlaffen Gesichtszügen , Einser-Abiturient, Anwalt mit eigener Kanzlei, gutbürgerliche Lebensführung, Arbeitstier, zukünftiger Massenmörder: Roland Freisler in den 1920ern.

Die Karriere dieses Mannes, der im letzten Drittel seines Lebens zu einem der wichtigsten Theoretiker des Nazi-Staats werden und tausende Todesurteile unterzeichnen sollte, begann in Kassel. 30 Geh-Sekunden entfernt von unserem kleinen Zentrum hat er fünf Jahre lang gelebt. 5 entscheidende Jahre, in denen die Nazi-Partei, zu deren regionalen Führungspersönlichkeiten er gehörte, sich von einer winzigen rechtsextremen Politsekte in eine faschistische Massenbewegung verwandelte und schließlich ihr vorläufiges Ziel – die Zerstörung der deutschen Demokratie – tatsächlich erreichte.

Die Führung beginnt an seinem ehemaligen Wohnhaus nahe der Stadthalle, führt am Rathaus vorbei, wo Freisler fast 10 Jahre als Mitglied des Stadtparlaments tätig war und endet am Friedrichsplatz, wo sich einst Freislers Kanzlei befand. Die Route der Führung entspricht also einem möglichen „Weg zur Arbeit“ den Freisler gegangen sein könnte. Durch die Straßen des noch fast intakten ehemaligen Hoherzollernviertels, in dem die Nazis bei Wahlen schon sehr früh die Stimmenmehrheit gewannen geht es abwärts in Richtung des Tals, wo sich einst die im Krieg ausgelöschte „Rote Altstadt“ befand, in der der Naziterror sich nach der Machtergreifung unter Freislers Führung ungebremster entlud, als irgendwo sonst auf Kassler Stadtgebiet .

Die Führung ist so angelegt, dass historische Vorkenntnisse nicht notwendig sind und ich werde mich bemühen mich in einfacher Sprache auszudrücken, so dass sie auch für Menschen geeignet ist, die sich bisher noch nie oder nur wenig mit der Geschichte des Nationalsozialismus beschäftigt haben.

Da sich über den Gegenstand nicht reden lässt, ohne über zum Teil sehr brutale Gewalttaten zu reden, ist die Führung für Kinder unter 12 Jahren ungeeignet.

Teilnahme für Jugendliche bis 27, Familien und Leute mit wirklich wenig Kohle kostenlos.

Regulär: 3 €.

Eintrittspreis

Kein Eintritt

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