Konzert: A.S. Fanning, Ripship
Hafensonntage 2026Von März bis September gibt es Konzerte um sechs, bei schönem Wetter im Garten, ansonsten unterm Dach. Nicht an allen Sonntagen, aber an so manchen.Hereinspaziert bei schlappen 10 Euro - Bands beschnuppern leicht gemacht :-) Und solltet ihr solche 10 nicht auftreiben, schaut gerne im Vorverkauf: dort ergeben sich immer mal wieder halbierte Tickets - ermöglicht durch solidarische Personen. Mit den Hafensonntagen möchten wir spannenden, oft jungen MusikerInnen eine Bühne bieten, die von einem neugierigen Publikum niedrigschwellig angesteuert werden kann. Deshalb sind die Konzerte nach Möglichkeit am Fluss. Gerade dann ist der Aufwand beträchtlich. Wir freuen uns über euren Support: kommt vorbei, sprecht es herum, kauft ein Ticket und ein Bier. danke und viel Vergnügen!Euer HafenBeginn 18 Uhrder Hafen 2 ist bereits ab 12 Uhr geöffnet
Ripship 18.00 UhrA.S. Fanning 19.00 UhrTickets:https://loveyourartist.com/en/profiles/suesswasser-ev-RYJF9N/events/as-fanning-support-offenbach-am-main-646KP5
Der in Berlin lebende, irische Songwriter A.S. Fanning verbindet einen Kern ausintrospektivem Folk mit der Wucht und Breite von Rock, Wave und psychedelischem Pop.Seine Themen sind selten optimistisch – Vergänglichkeit, die fragile Beschaffenheit unsererRealität, allgemeines Unbehagen über viele Aspekte unsere Gegenwart – aber seinmarkanter Bariton und eine virtuose Band kleiden sie in unheimlich schöne, dichteKlanglandschaften.Sein letztes Album „Mushroom Cloud“ (2023) erhielt europaweit viel Aufmerksamkeit undfestigte seinen Ruf als einer der faszinierendsten Songwriter Irlands. Die Presse sah dasfurchtlose Songwriting auf „Mushroom Cloud“ als einen Meilenstein seiner Karriere und zogVergleiche zu Größen wie Leonard Cohen und Scott Walker. Fanning wurde unter anderemvom Far Out Magazine als Songwriter of the Year 2023 und für die Best Lyrics of 2023ausgezeichnet. Gemeinsam mit seiner Band spielte er Konzerte für den WDR Rockpalast undDeutschlandfunk „On Stage“, begleitet von umfangreichen Tourneen durch Deutschland,Großbritannien, Skandinavien, die Niederlande und Frankreich.Für sein viertes Soloalbum „Take Me Back To Nowhere“ arbeitete Fanning erneut mitProduzent und Tontechniker Robbie Moore zusammen. Aufgenommen wurde das Albumim Studio Idea Farm, einem abgelegenen, umfunktionierten Bauernhof in Südschweden, andessen Ausbau Fanning in den letzten Jahren selbst häufiger mitgewirkt hatte.
Der Entstehungsprozess des Albums war offener und experimenteller als bei seinenVorgängern. Die neuen Songs entstanden gemeinsam mit seiner internationalen Liveband:Bernardo Sousa (E-Gitarre), Dave Adams (Orgel, Synthesizer, Klavier), Fred Sunesen(Schlagzeug) und Felix Buchner (Bass). Als Gastmusikerin steuerte Marta Zapparoliatmosphärische Klangtexturen bei.Die ursprünglich live eingespielten Stücke wurden im Prozess dekonstruiert und völligneu zusammengesetzt, wodurch Ambient-Elemente und karge, weitläufige Klanglandschaftenweiter in den Vordergrund treten. Ein gebrochenes Handgelenk zwang Fanning dazu,seinen Songwriting-Prozess an Keyboard und Drum-Machine zu verlagern – ein Bruch mitseiner gewohnten Arbeit an der Gitarre, der jedoch neue Perspektiven eröffnete: „DieHerangehensweise ist eine völlig andere“, erklärt er. „Man denkt viel stärker darüber nach,wohin die Dynamik eines Songs führen soll. Manchmal lässt man sich einfach vomMomentum der Texte tragen, anstatt an Akkorden oder klassischen Songstrukturenfestzuhalten.“ In den Proben mit der Band entwickelten sich aus diesen Fragmentenkomplexe, vielschichtige Songs.Im Vergleich zum überwältigend düsteren Vorgänger „Mushroom Cloud“ könnte man auf„Take Me Back To Nowhere“ einen leichten Hoffnungsschimmer wahrnehmen. Eine Aussagewie „You make me wanna stay alive“ („Stay Alive“), klingt im A.S. Fanning- Universum fastschon lebensbejahend – auch wenn die Strophe auf dem Weg dorthin noch die Idee aufwirft,doch einen Schritt vor die einfahrende U-Bahn zu machen. Selbst ein Liebeslied findet sichauf dem Album: „Now I’m in Love“, in dem der Erzähler von ebenjener Erkenntnis soschockiert ist, dass er sie mit dem Gefühl vergleicht, an eine Autobatterie angeschlossen zusein. „Today Is For Forgetting“ beginnt fast beschwingt, um sich dann in eine Flut vonWorten zu verwandeln – eine psychologische, soziologische und schließlich kosmischeReise, die schließlich auf einen einzelnen Menschen fokussiert und dessen stetigen Kampf,zurechnungs- und funktionsfähig zu bleiben.„Spinning at the centre of this cosmic cluster bomb, trying, trying, trying to seem normal.“Die heitere Stimmung könnte sich am Ende als trügerisch erweisen. In einem Begleittextreflektiert Fanning:„What’s the sense in struggling against this overwhelming tsunami of chaos andsenselessness? A breakdown in the construct of reality. A slipping of the mask, of the illusionof civilisation... leading to numbness and surreality, a withdrawal into a fictional world.“Inspiriert von Science Fiction-Autor:innen wie Ursula K. Le Guin und J.G. Ballarduntersucht Fanning, wie Vorstellungskraft die Realität verzerrt und wie Angst die Welt insurreale, isolierende Landschaften verwandelt. Neben innere Turbulenzen treten dieallgegenwärtigen globalen Konflikte, der Lärm der sozialen Medien und das Gefühl eineszerfallenden moralischen Zentrums. Der Krieg als Spektakel, reduziert auf „content“, vertieftdas Gefühl der Unwirklichkeit. Zivilisation als bloße Fassade. So wird „Take Me Back ToNowhere“ zu einer poetischen Erkundung des Chaos, einer Umarmung der Auflösung. Der
Titel selbst ist zugleich Flucht und Sehnsucht – „a return to a world beyond reason, to non-existence“, wie A.S. Fanning es beschreibt.
Instawww.instagram.com/asfanningAbandoned (live Berghain Kantine)https://youtu.be/fuwV70QTOTk?si=iuZh7q735Va-IhGdCarmelita (live)https://youtu.be/odLtJOWcx9U?si=LZDEQ_sMx0SBNFHVToday Is For Forgettinghttps://youtu.be/9i9vR0IeeII?si=PzmpaihCX02DvHzZ
Ripship
Ripship is a psych-rock duo originally formed in Auckland, New Zealand by Callum Lincoln (guitar, synth, vocals) and Rae McLean (drums, vocals). Known for their shockingly loud and dense live sound, the band has steadily evolved into one of the most unique acts in the New Zealand music scene.
Utopiahttps://youtu.be/2oXqlqidnBM?si=meA42koYkkWemykMNew Mexicohttps://youtu.be/FxhAAjjoq1o?si=eJIwd_2hdArMLZAQInstahttps://www.instagram.com/ripship_
Eintrittspreis
- Preis:
- 10,- €