Werkstatt: Kasseler Museumsnacht 2026: Manifest de utopischen Forderungen
Eine Gesellschaft, die keine Utopien mehr entwickelt, verliert die Fähigkeit, Zukunft zu gestalten. Die Werkstatt Kassel e.V. ist ein soziokultureller Ort seit 1977, an dem Menschen gemeinsam Zukunft entwerfen – durch Begegnung, Teilhabe und die Kraft der Vorstellung.
Der Kasseler Künstler Michael Lampe lädt die Besucher*innen der Museumsnacht 2026 ein, um sich am Manifest der utopischen Forderungen zu beteiligen, es zu erweitern und fortzuführen.
In einer Zeit, in der wir uns oft an Realismus und Pragmatismus orientieren, scheinen große Träume und mutige Visionen ihren Platz verloren zu haben. Gesellschaftliche Ernüchterung und Selbstbegrenzung erschweren es, das Undenkbare überhaupt noch zu denken. Doch Zukunft entsteht dort, wo Menschen ihre Forderungen teilen und neue Möglichkeiten entwerfen.
Die Initialzündung für das „Manifest der utopischen Forderungen“ war eine Einladung auf die erste Kasseler Armutskonferenz. Für Michael Lampe, der als Künstler auch Betroffene ist, wurde dort deutlich, dass gesellschaftliche Veränderungen mehr Mut zum Utopischen brauchen. Seitdem sammelt er utopische Forderungen seiner Mitbürger*innen – Wünsche, Visionen und Gedanken, die über das vermeintlich Machbare hinausgehen.
Zur Museumsnacht 2026 präsentiert Michael Lampe die bisher gesammelten Forderungen und lädt Besucher*innen ein, dieses partizipative Kunstprojekt haptisch zu erweitern. Das Manifest wächst über die Museumsnacht hinaus weiter und schafft einen Raum, der Menschen durch ihre Hoffnungen, Ideen und Zukunftsentwürfe miteinander verbindet.
Eintrittspreis
Kein Eintritt